811.11.21

. .
CONCEPTUAL METAPHOR OF DESEASE IN THE GERMAN POLITICAL DISCOURCE
R. D. Kerimov
- - , , . , - .
The article offers a structural and functional and semantic analysis of metaphors representing the source domain medicine which are observed in the German political discourse from the standpoint of cognitive linguistics. This group of conceptual metaphors, describing the socioeconomic reality of modern Germany, is based on both traditional and occasional images.
: , -, , , , .
Keywords: cognitive linguistics, conceptual source domain, conceptual metaphor, political discourse, language picture of the world, German language culture.
, . , - , - , - , [3; 4; 5].
, . , , , () .
- , . , , , , , , . , , .
, (, .) , ,
, , .
, : , , (, ) . . , (die Krankheit, kranken), (der Krankheitsfall, das Krankheitssymptom) (im Krankheitsfall zuruckdrehen), , , [. : 1]:
- Misstrauen ist fur Sie eine grofie politische Krankheit unserer Tage [Rau, 2001a: 124].
- Mir scheint fur die kunftige Entwicklung der Weiterbildung zunachst wichtig zu sein, dass wir einen Fehler vermeiden, an dem unser Bildungswesen bis heute krankt [Rau, 2002a: 249].
- Rotgrun will die Reform der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zuruckdrehen, der die Unternehmen in unserem Land eine Kostenentlastung von rund 20 Milliarden DM verdanken [Friedhoff, 1998: 4].
- Die Schattenokonomie ist schneller als Bruttoinlandsprodukt gewachsen. Das ist in der Tat ein Krankheitssymptom. Worauf beruht diese Krankheit? Sie beruht auf einer Uberforderung der arbeitenden Bevolkerung oder der Bevolkerung insgesamt durch Steuern und Abgaben, angesichts deren sie sich immer mehr Ausweichen aus der legalen Ordnung in die Schattenordnung begibt [Biedenkopf, 1998: 7].
- Ich nenne nur die Rucknahme der gekurzten Lohnfortzahlung im Krankheitsfall [Luft, 1998a: 9].
das Symptom () , , (Krisensymptom) , ., , :
- Grofies Interesse kann allerdings auch ein Krisensymptom sein [Rau, 2001b: 282].
- Gemessen an der zur Verfuhrung stehenden kurzen Zeit brachten die Anhorungen und die Einblicke, die wir leider nur stichprobenartig vornehmen konnten, ergiebige Hinweise darauf, dafi die Vielzahl der Vorfalle mit rechts-extremistischem und auslanderfeindlichem Hintergrund Symptome sind, Symptome fur die Fehlentwicklung in den Bereichen der inneren Fuhrung, der politischen Bildung und der Traditionspflege [Beer, 1998: 10].
- Liegen nicht Berichte der Arbeitsgruppen mit zum Teil schon abgestimmten Handlungsempfehlungen - die nicht nur an Symptomen laborieren, sondern bis zu den Ursachen vorgedrungen sind - vor? [Luth, 1998: 13].
: , ( ) . (, ) - . (der Virus) (, -), : Sowohl die erweiterte NATO wie eine erweiterte EU sind also gute Medikamente, um den Virus des Nationalsozialismus in Schach zu halten [Rau, 2001b: 506].
(das Gift) - , , . , :
- Genau so wichtig ist es, in den Staaten Europas das offentliche Bewusstsein fur die Notlage der Migranten zu scharfen und das Gift des Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit zu bekampfen [Rau, 2002b: 218].
- Bei der schwierigen Kapitalausstattung gerade der kleinen und mittleren Unternehmen in den neuen Bundes-landern ware diese Steuer fur die Wirtschaft in den neuen Bundeslandern und fur die Arbeitsplatze Gift gewesen. Gegen Ihren Willen mufiten wir auch dies in einem schwierigen Verfahren durchsetzen [Repnik, 1998a: 3].
- Es war das Gift des Nationalismus, das dem lange Zeit guten Zusammenleben der Volksgruppen im 20. Jahrhundert weitgehend ein Ende bereitet hat [Rau, 2002b: 403].
: darauf kannst du Gift nehmen - das ist ganz sicher; darauf kannst du dich verlassen [CUGdR].
. , ein Stachel im Fleisch (. : , ...) , , , .: Vier Millionen Arbeitslose im Osten wie im Westen unseres Landes sind einfach ein grofies, drangendes Argernis, sie mussen ein Stachel im Fleisch sein, der keinen ruhig schlafen lassen darf [Herzog, 1997: 26].
, , -
. , blind () ( , ) , , (. . : , , , , . ., : / /):
- Blinder Aktionismus und Verdachtigungen von Seiten der Opposition haben vor allem im Heer ein Klima von Unsicherheit und Mifitrauen erzeugt [Kossendey, 1998: 11].
- Mir liegt daran zu verdeutlichen, dass nach unserer festen Uberzeugung die europaische Perspektive nicht ein Modell ist, das andere blind ubernehmen konnten, sondern sie unsere spezifische Antwort auf die Heraus-forderungen ist, die mit der Globalisierung verbunden sind [Schroder, 2003b].
- Das ist ganz falsch und kurzsichtig [Rau, 2002a: 425].
blind , -/- - . , , , , (): Aber der Markt ist wertblind, und er kann nicht ein Ordnungsrahmen fur ein ganzes Gemeinwesen sein [Rau, 2002b: 387].
. , . , , , , ., : Wer im Wissen nur das Werkzeug sieht und Bildung nur als das Vermitteln von Informationen begreift, der ist auf einem Auge blind [Rau, 2001b: 300].
- schielen ( ). : schielen - 2. (ugs.) b) verstohlen irgendwohin blicken [DGWdS]: Er schielt nach ihrem Geld (= hat es darauf abgesehen), . :
- Ein unverzichtbarer Beitrag dazu ist hier in Deutschland der offentlich-rechtliche Rundfunk, der in seinem Programmangebot nicht in erster Linie auf Werbeeinnahmen und Einschaltquoten schielen muss [Rau, 2001b: 159].
- (, ), hinken, : Bei der Innovationsgeschwin-digkeit hinken wir hinter den USA, aber auch den europaischen Landern, die vergleichbar sind, hinterher [Schroder, 1999: 21]. Der oft exemplarisch angefuhrte Vergleich insbesondere mit den USA hinkt jedoch gleich mehrfach, und zwar auf Grund der kulturellen und historischen Unterschiede [Mertens, 1998: 12].
die Wunde (), , (schmerzende / offene Wunde, Wunde schlagen / heilen, Wunden und Narben), , 90- . XX . :
- Berlin war fur mich immer mehr als der Ort, in dem ich wohne. Es war eine offene, schmerzende Wunde [Weifi, 1999].
- Dafi wirtschaftliche Hilfe fur die Region Bonn selbstverstandlich ist, braucht genauso wenig betont zu werden, wie die Tatsache, dafi Berlin, diese verletzte Stadt, die die Wunden der Teilung noch lange spuren wird, in jedem Fall die Hilfe dieses Staates braucht [Iwersen, 1999].
- Weil das machbar ist, sollte das versucht werden, so meine ich, damit wir Wunden vermeiden konnen, von denen wir heute nicht wissen, ob wir sie jemals schliefien konnen [Kansy, 1999].
- Aber die Wunde in Berlin wird noch lange, lange spurbar sein [Hilsberg, 1999].
- In den letzten dreifiig Jahren ist viel erreicht worden, dennoch stofien wir immer wieder auch Narben und offene Wunden [Rau, 2000b: 270].
- Zu den wirtschaftlichen Problemen kamen erhebliche innere Konflikte: Es gab viel Misstrauen zwischen Baden und Wurttemberg, und der Kampf um den Sudweststaat hatte Wunden geschlagen, die nicht so schnell wieder heilten [Rau, 2002b: 264].
wund (; ; ( )): eine wunde Stelle ( ( .)); ein wunder Punkt ((.) [, ] ) [CUGdR].
[CUGdR] : in der Wunde herumbohren [herumwuhlen] - j-s unangenehme Situation durch eine Aufierung noch unangenehmer, schmerzhafter machen.
das Trauma (das Trauma der Vergangenheit), behindern (sich selbst behindern), , , , :
- Es ist ihr namlich gelungen, das Trauma der Vergangenheit zu bewaltigen und wieder Ansehen und einen gewissen Stolz zu erlangen, trotz Handicap des geteilten Deutschland, mit dem man eben leben musste [Hilsberg, 1999].
- Das setzt voraus, dass alle Menschen ungehinderten Zugang zu Informationen haben und dass die Berichterstattung selber nicht behindert wird [Rau, 2001b: 158].
, - : Anderer-seits aber haben Kunst und Kultur auch immer mit dem Fremden, dem anderen zu tun. Kultur, die nur bei sich
selbst bleibt, verodet und wird steril [Rau, 2002a: 141 -142].
, . 4- (1969 - 1974), 20 . (der momentane Stress / der Dauerstress), . (die Wut) :
- Willy Brandt hat gesagt: "Wer wollte bestreiten, dass der momentane Stress ertraglicher ist als der frnhere Dauerstress des Kalten Krieges" [Rau, 2002b: 328].
- Unternehmer brauchen unternehmerische Freiheit, wenn sie erfolgreich sein sol1en. Man hrt heute viele Klagen daruber - und wir haben sie eben auch wieder ghrt -, dass die Regelungswut des Staates diese Freiheit er Gebhr einenge, ja die Initiative sogar ersticke [Rau, 2002b: 461].
, , ( toben (; ; ; , )), : Der Kalte Krieg zwischen Ost und West tobte in Deutschland besonders zugespitzt [Gebhardt, 1998: 2].
, (der Adrenalin-stoft), , : Ich will das veranschaulichen mit einem Beispiel aus einem Brief, den ich krzlich bekommen habe. Der Absender fragt, was ist eigentlich los in einer Medienlandschaft, die offenbar von Adrenalinstfien lebt [Rau, 2001b: 420].
, , , das Gedankenspiel ( , ), .: Doch bieten die westlichen Experten selbst im Augenblick keine ^erzeugende Vorstellung. Sie den-ken in den Kategorien der Marktwirtschaft - verstandlich, doch untauglich ffir eine Gesellschaft, die entwickelte Marktverhaltnisse nie erlebt hat. Das klinisch saubere Gedankenspiel am grnnen Tisch in Harvard muss hier versagen (BZ. 1991).
, - : Amok laufen [fahren] - in einem Anfall von Geistesgestrtheit umherlaufen, umherfahren und blindwtig tten [CUGdR]: Die Dumping^hner haben fflr Zwietracht zwischen den Groftunternehmen und den Mittelstandlern gesorgt. Jetzt lauft die Branche Amok: Die Allianz zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist aufgebrochen (Wirtschaftswoche, 1996).
() (, ), , . , , ( ) , ( , , ).
(gesellschaftliche Auftenseiter), (konomische Idioten) . , , , , , :
- Es liegt in der paradoxen Logik der Gegenwart, dass wir zwar angeblich auf Zukunft und Wachstum ausgerichtet sind, dass sich aber gleichzeitig diejenigen, die sich trauen und zutrauen, ein Kind oder gar mehrere Kinder zu erziehen - und damit eben auch unser aller Zukunft sichern, - heute oft als gesellschaftliche Auften-seiter und Qkonomische Idioten vorkommen mssen [Rau, 2001a: 82].
- . , , , , , , , , .:
- Wir sollten in der Klimapolitik als ein guter Arzt handeln, der einen Patienten mit Fieber vor sich hat, aber im Blutbild keinen der bekannten Erreger feststellen kann. Er darf nicht warten bis der Tod des Patienten den Beweis der Ernsthaftigkeit der Krankheit erbringt. Ich will damit nicht sagen, dass die Erforschung der Ursachen des Treibhauseffekts vernachlassigt drnfte. Ich pladiere dafttr, mit der Therapie nicht auf die Klimakatastrophe zu warten [Rau, 2001b: 200].
- Wir sollten in der Klimapolitik als ein guter Arzt handeln, der einen Patienten mit Fieber vor sich hat, aber im Blutbild keinen der bekannten Erreger feststellen kann. Er darf nicht warten, bis der Tod des Patienten den Beweis der Ernsthaftigkeit der Krankheit erbringt [Rau, 2001b: 207 - 208].
(heilen) , (die Frischzellenkur), (entschlacken), (die Sanierung), :
- Wir werden daran gemessen, ob wir nach dieser Debatte wieder die Kraft und die Ruhe daffir aufbringen, uns voll und ganz anderen wichtigen Fragen zu widmen,
ob wir uns nach dieser Entscheidung die Mhe machen, der einen wie der anderen Region zu einem Ausgleich zu verhelfen, um damit Enttauschungen zu heilen [Hom-burger, 1999].
- In Amsterdam sind nun zum ersten Mal ^erhaupt seit Bestehen der Vertrage obsolet gewordene Bestim-mungen gestrichen worden, um die Texte zu entschlacken und damit lesbarer machen [Fischer, 1998: 9].
- Eine grundlegende Justizreform werden wir zgig in Angriff nehmen. Unsere Zivil- und Strafjustiz ist heute noch aufgebaut wie vor hundert Jahren. Sie muft entschlackt und sie muft modernisiert werden [Schrder, 1999: 16].
- Grundlage ist die Sanierung des Bundeshaushaltes: Mit dem Ziel, die Neuverschuldung bis zum Jahre 2006 auf Null zu senken, schaffen wir finanzpolitische Stabilitat und geben den nachfolgenden Generationen ihre Entscheidungs- und Gestaltungsfreiheit zurnck [Clement, 2002a: 34].
- Ich habe versucht, hier deutlich zu machen, dass man einer Gefahr nicht erliegen darf, namlich, dass die internationalen Finanzorganisationen vllig zu Recht sagen: "Wir brauchen ein berzeugendes Sanierungsprog-ramm, und wenn Ihr das implementiert habt, bekommt Ihr Hilfe". Die andere Seite, die hiesige, sagt: "Wir knnen erst dann die politische Kraft zur Implementierung eines solchen Sanierungsprogramms entwickeln, wenn wir zuvor Hilfe bekommen haben" [Schroder, 2003f].
(). (Finanzspritzen), , , , , : Dabei stehen die klassischen Instrumente, den Konsum und die Investitionstatigkeit durch Subventionen und Finanzspritzen zu stimulieren, nicht mehr zur Verftigung [Schrder, 2002: 6].
am Tropf hangen (.: ), Subventionen bekommen ( ; -) [CUGdR], : Allzu viel Sorgen brauchen sich die solchermaften Bevorzugten unter den angeblich Gleichen allerdings nicht zu machen. Nur ein so groftes Dritte-Welt-Land wie Indien kann es sich leisten, den Finger afdiesen_wunden Punktzu_legen (und damit sein eigenes Interesse an einem standigen Sitz anzumelden). Die meisten anderen Staaten hangen viel zu sehr am Tropf der internationalen Entwicklungshilfe, als dass sie in der UNO ernsthaft aufmucken (BZ. 1991). ... weil die Gemeinden in den neuen Bundeslandern bis dahin kaum noch eine Mglichkeit haben, sich selbst zu finanzieren. Sie werden am Tropf hangen (BZ. 1991). Tatsachlich aber hangt die Politik des Regierungschefs in wesentlichen Sachfragen am Tropf der SPD (BZ. 1992).
(wiederbeleben, mit Leben erffillen, die Neubelebung neubelebt), (ins Leben rufen),
- , :
- Rotgrnn will die Vermgensteuer wiederbeleben und eine Zwangsabgabe ffir Unternehmen einffihren, die nicht ausbilden [Friedhoff, 1998: 4].
- Die Grundwerte unserer Verfassung blieben tote Buchstaben, wenn sich niemand verpflichtet ffihlte, sie mit Leben zu erfullen und sich dort einzumischen, wo es um ein allgemeines Interesse geht [Rau, 2001b: 430].
- Erganzend habe ich in meinem Hause eine Task Force ins Leben gerufen die bei Netzzugangsproblemen pragmatische und schnelle Lsungen ansteuert [Mller, 2003a].
- Die deutsch-franzsische Zusammenarbeit besteht aber nicht allein aus Abkommen und Programmen. Genauso wichtig ist, dass es Menschen gibt, die sie immer weiter ausgestalten und mit Leben erffillen [Bulmahn, 2003b].
- Der Vertrag von Amsterdam bietet ein Programm zur Losu^ dieser Herausforderungen. Was also knnte brngernaher sein, als ihn mit Leben zu erffillen? [Fischer, 1998: 17].
die Neubelebung (, ) neubelebt ( wir waren wie neubelebt ( ; )) () - () - ():
() (), (amputieren) . (Selbstamputation). (die Prothese):
- Mit unserer Hauptstadt halten wir nicht besser. Wie haben Sie alle hier in Westdeutschland dem amputierten Berlin nachgetrauert, und wie widerstrebend haben Sie sich an die Hauptstadtprothese Bonn gewhnt! [Weift, 1999].
- Damit wir auch sehen, welche schreckliche Selbst-amputation es gewesen ist, dass wir den Beitrag der Juden zur deutschen und europaischen Kulturgeschichte..., dass wie alles weggeschoben haben [Rau, 2000b: 209].
(die Autosuggestion), : Aber was Sie gesagt haben, geht doch weit ܺ die Grenzen der Autosuggestion hinaus [Buntenbach, 1998: 6].
(der Leichnam), (eine Infusion geben): "Ja, das probieren wir jetzt", - du hast gesagt, Bonn habe Anspruch auf umfassende Hilfe. Das klingt schon so, als wOfttest du, das hier nachher ein Leichnam zu begraben ist, der mit MnstHchen Infusionen aufgepappelt werden muft. Ich mache das gar nicht mit, namlich jemanden abzustechen und ihn dann eine Infusion geben zu mssen [Titze, 1999].

, : (die Medizin), (das Allheilmittel), (das Gegengift), (das Rezept). - . , , . ., .:
- Wir sagen, was not tut, wenn auch die Medizin manchmal schmerzt [Waigel, 1998: 4].
das Rezept : ( ) ( ), ( ).
( ) , :
- Das muss klar gegeMber denjenigen sagen, die als Patentrezept Steuersenkungen, bis der Staat draufzuzahlen ist, anbieten [Schrder, 2003a: 18].
- Der Beschluss zum Zugang der Entwick-lungslander zu patentgescMtzten Arzneimitteln ist ein weiterer Beweis ffir die wirksame Durchsetzung der Interessen der Dritten Welt [Eichel, 2003].
- Verschreiben Sie !^ Verantwortlichen auch weiter - so hat Willy Brandt das gesagt - die "gute Medizin der Abmstung" [Rau, 2002b: 336 - 337].
- Das Rezept kann nur lauten: mehr Einigkeit nach auften, mehr Freiheit nach innen, Beschrankungen auf wichtige Weichenstellungen [Herzog, 1999: 3].
- Also ware es wichtig, dass die argentinische Ge-sellschaft versteht - das ist insbesondere Sache der Eliten in diesem Lande - ,dass Protektionismus kein Rezept zur L6su^ der konomischen Krise ist [Schrder, 2003f].
, , , (das Allheilmittel) (. : ), . :
- Gerade deshalb sind Nationen und Nationalstaaten heute kein Allheilmittel mehr und deshalb sind graftere Gemeinschaften ntig, die sie zwar nicht abtesen werden, wohl aber ^˺: an ihrer Spitze die atlantische Gemeinschaft und die Europaische Union [Herzog, 1997: 32].
- Ein Allheilmittel ist der Markt gewiss nicht [Rau, 2002a: 194].
, - , :
- Vitamin B haben - Beziehungen haben [CUGdR] ( , ; ).
, , (impfen) , , , : Ich glaube, dass wir nach zwei
totalitaren Systemen im vergangenen Jahrhundert genu-gend gegen die Extremisten immunisiert sind [Rau, 2001b: 360].
( ) , ( , ) , , ( ), - .
.
, (Fieber, Ohnmacht, husten, frastel^ .), .
, . (schmerzende Reformen) , , ., , : Das hat zu schmerzenden Reformen geffihrt [Rau, 2002a: 174] (.: ).
(, XIX .) (grassieren): Die Deut-schen kamen im 19. Jahrhundert, als das Fieber des Imperialismus unter den Groftmachten grassierte, nicht als Kolonialisten nach Sri Lanka [Rau, 2001b: 108].
, (Ohnmachtsgeffih-le), , , - , , (Allmachts-geffihle), .:
- Die Parteien haben eine Zeitlang den Eindruck gemacht, sie seien zu allem fahig, Allmachtsgefuhle, das hat Weizsacker kritisiert. Inzwischen gibt es an Stelle der Allmachtsgefflhle Ohnmachtsgefflhle [Rau, 2000b: 321].
- Das ist ein hohes Maft an Vertrauen. Aber es gibt
einem naturlich auch gelegentlich ein Ohnmachtsgefflhl. Ich habe ohnehin den Eindruck, dass wir in der Politik in den letzten Jahrzehnten zu oft Allmachtsgesten gehabt haben und dass wir jetzt in der Gefahr sind, diese Allmachtsgesten durch Ohnmachtsgefuhle zu ersetzen [Rau, 2001a: 393]. ^
, . , , (Heilsversprechungen) , , (Ohnmachtsgefuhle), :
- Gegen alle Heilsversprechungen und gegen alle Ohnmachtsgefuhle sage ich: Fortschritt nach mensch-lichem Maft kennt seinen Wert und weift um seine Werte [Rau, 2001b: 235].
(husten) (frasteln^: Wenn in Tokio oder Kuala Lumpur die Bo^ hustet, dann frstelt es nicht nur die Banken in der ubrigen Welt [Rau, 2001b: 204].
, , . ., , , , , ., :
- Wie haben sie das gequalte, geschundene, zerrissene Berlin umhegt und es 40 Jahre lang fur eine bessere Zukunft am Tropf gehalten! [Weift, 1999].
- Weil dies gelungen ist, mchte ich darum bitten, daft wir nicht ausgerechnet dann, wenn bei einer Stadt, die zunachst einmal das Symbol der Spaltung Deutschlands und Europas war, die blutende Wunde langsam heilt und sie zum Symbol des Friedens wird, nicht mehr an diese Rolle glauben und ihr nicht diese Rolle zuruckzugeben, die sie immer gehabt hat [Schwarz-Schilling, 1999].
- Damit kann das zentrale europaische Projekt am Anfang dieses Jahrhunderts - die endgultige Uberwin-dung der schmerzlichen Teilung Europas - erfolgreich abgeschlossen werden [Schrder, 2002: 19].
(die Krise), : die Krise - schwierige Lage, Situation, Zeit [die den he- u. Wendepunkt einer gefahrlichen Entwicklung darstellt]; Schwierigkeit, kri-tische Situation; Zeit der Gefahrdung, des Gefahrdetseins [DGWdS]: eine wirtschaftliche, politische, materielle, finanzielle Krise steht bevor, droht, deutet sich an, wird sichtbar; die Krise flaut ab; eine schwere, seelische, geistige, moralische Krise durchmachen, uberwinden; eine drohende Krise voraussehen [. 2].
. , , : von einer Krise befallen sein ( () ); in die Krise hineingleiten ( ); eine Krise heraufbeschwren ( ); in einer Krise stecken ( ); eine Krise uberstehen ( ); eine Krise uberwinden ( ; ). 2007 . (die Finanzkrise).
, : abgeschwachte; allgemeine, industrielle, kriegsinfla-tionistische, landwirtschaftliche, latente, nichtzyklische, partielle, zyklische Krise; Krise der Uberproduktion, der Zahlungsbilanz [CUGdR] . .
die Krise (!) kriseln eine Schwierigkeit breitet sich aus [CUGdR]: es kriselt ( [] ).
die Krise die Krisis, die Strung, die Schwierigkeit die Krisensituation, die Krisenzeit, krisenanfallig, krisenhaft. Krise- , : krisenabwendend, krisenanfallig, Krise-nelemente (Pl.), die Krisenerscheinung, krisenfest, die Krisenfestigkeit (der Wirtschaft), die Krisengefahr . .
- ( ; ) , , (der Infarkt), .:
- Das fuhrt uns vor Augen, wie sehr die Bedeutung von Orientierungs- und Urteilswissen wachst. Viele sehen sich schon heute vom Informationsinfarkt bedroht [Rau, 2001b: 300].
- Mit Blick auf die Erweiterung ist diese Reform zwingend, um einen institutionellen Infarkt der EU zu vermeiden [Fischer, 1999: 15].
, / , heil (, , ) heillos (), .:
- Eine solche Welt ist heillos, wenn es nicht Menschen gibt, die sich gegen diese Gesetze stemmen, und zwar mit ihrem Denken, mit ihrem Reden und mit ihrem Tun [Rau, 2000b: 126].
- Wir durfen unseren Kindern nicht vorgaukeln, die Welt sei heil. Aber wir sollten in ihnen die Zuversicht wecken, dass die Welt nicht unheilbar ist [Rau, 2002b: 308].
(heil, gesund) (die Genesung) ( ) , -, :
- Ich frage mich, wie wir dieses Vorgehen Angebotspolitik nennen knnen. Uberhaupt rate ich allen, die konomisch diskutieren und meinen, in der ange-botsorientierten Politik liege das Heil der kunftigen wirt-schaftlichen Entwicklung, oder die meinen, nur auf der
nachfrageorientierten Schiene liege die Zukunft des Ar-beitsmarktes, endlich einmal die Scheuklappen beiseite zu lassen [Metzger, 1998: 7].
- Bonn, unsere kleine Stadt, sieht gut aus. Sie sieht heil aus [Weisskirchen, 1999].
- Dann kann es gelingen, dass eine wirtschaftlich gesunde Landwirtschaft auch gesunde Nahrungsmittel produziert [Rau, 2002a: 21].
- Der Handel ist dabei nur ein Aspekt. Investitionen sind eine andere wichtige Stutze wirtschaftlicher Genesung [Muller, 2003b].
- Die mittelstandischen Unternehmen sind der Idealtyp einer gesunden Marktwirtschaft [Herzog, 1997: 25].
( ) , , - , :
- Dieses Rahmenkonzept ist der letzte Beweis dafur, daft in der Forschungs- und Technologiepolitik die Ruttgersche Frischzellenkur ein Beitrag zum Exitus dieser Regierung geworden ist [Kiper, 1998: 4].
, , , , , , , , - . , , .

1. , . . : / . . . - : , 2008. - 168 .
2. , . . Geld : :
/ . . . - : , 2008. - 160 .
3. , . . :
(1991 - 2000): / . . . - : , 2001. - 240 .
4. , . . : / . . . - .: ; ,
2006. - 254 .
5. Lakoff, G. Metaphors and war: The metaphor system used to justify war in the gulf / G. Lakoff // Thirty years of linguistic evolution: Studies in honour of Rene Dirven on the occasion of his sixtieth birthday; d. by M. Putz. -Philadelphia; Amsterdam: Benjamins, 1992. - P. 463 - 481.

6. CUGdR - Compact Universal Groftwrterbuch deutsche Rechtschreibung / Chefred. A. Sendlinger. -Munchen: Compact Verlag, 2007.
7. DGWdS - Duden. Das grofte Wrterbuch der deutschen Sprache: In 10 Bd. / Hrsg. vom Wissenschaftlichen Rat der Dudenredaktion. - 3, vllig neu bearb. und erw. Aufl. - Mannheim; Leipzig; Wien; Zurich: Dudenverlag, 1999.
:
- , , 8 (384-2) 58-34-97, kerimovrus@rambler.ru.
Ruslan D. Kerimov - Candidate of Philology, Assistant Professor at the Department of German Philology, Kemerovo State University.